#ImDialog: Uwe Flotho

Welches Thema beschäftigt Sie gerade besonders?

Wie die meisten Wohnungsunternehmen beschäftigt uns zurzeit besonders die Anpassung unserer Bestände an die Herausforderungen, die zum Beispiel aus dem Älterwerden der Menschen in unserer Gesellschaft erwachsen. Die steigenden Kosten im Bereich Bauen und Wohnen sind für alle ein begrenzender Faktor, für unsere Genossenschaft aber aufgrund unserer geringen Durchschnittsmiete eine besondere Herausforderung. Wir gehen mit unseren finanziellen Ressourcen sehr sorgsam um.

Haben Sie auch schon mit der WL BANK gesprochen?

Ja natürlich, wir stehen ja schon seit langem in einem beständigen Dialog mit der WL BANK. Zum einen mit unserem , zu dem wir eine sehr lange und vertrauensvolle Kundenbeziehung pflegen, zum anderen auch über den Fachbeirat, dem ich angehöre. Bei den regelmäßigen Treffen mit Herrn Henke berichten wir uns wechselseitig, was es Neues gibt, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Und wir tauschen uns über unsere Standpunkte zu bestimmten Themen sehr intensiv aus.

Wie wichtig ist Ihnen überhaupt der persönliche Dialog - speziell in Zeiten der Digitalisierung?

Naja, in unserer Branche wechselt man ja den Bankberater noch weniger gern als den Hausarzt… Das ist ein besonderes Vertrauensverhältnis, dafür eignet sich digitale Kommunikation nur bedingt. Digitalisierung ist hilfreich zur Prozesserleichterung, wenn es um die Weitergabe von Informationen oder um Massendatenverarbeitung geht. Aber wenn es um die Entwicklung einer Meinung, um Austausch und Diskussion geht, dann ist der Austausch digitaler Nachrichten eine allzu verkürzte Form der Kommunikation.

Was macht macht generell ein gutes Gespräch für Sie aus? Und was schätzen Sie an einem guten Gesprächspartner?

Das gute Gespräch hebt sich vom rein fachlichen Informationsaustausch ab, wenn es im Vertrauen auf die gegenseitige Wertschätzung offen geführt werden kann. Dann kann man über das, was einen begeistert, genauso reden wie über das, was einen enttäuscht, ohne sich verstellen zu müssen. Und es ist klar, dass so ein Gespräch nur mit einem Menschen denkbar ist, der selber ebenfalls zu Ehrlichkeit und Offenheit bereit ist. Und der auch etwas mehr von sich preisgibt als das rein Geschäftliche, weil man ja Anknüpfungspunkte braucht, die Verbindungen schaffen.

Gibt es etwas, das die WL BANK Sie einmal fragen sollte, aber noch nie gefragt hat?

Nein, da fällt mir nichts ein. Im Gegenteil, ich finde, die WL BANK kommuniziert sehr vorausschauend und früh. Die anstehende Fusion mit der DG HYP ist natürlich ein Thema, das uns bewegt, weil die WL BANK die Wohnungswirtschaft zu einem Zeitpunkt angesprochen hat, als sich viele frühere Geschäftspartner wegen einer allgemeinen Branchenkonzentration aus dem Markt verabschiedeten. Unsere Hoffnung ist, dass die neu entstehende Bank die Position der WL BANK aufnimmt - möglichst auch mit den gleichen Ansprechpartnern, die inzwischen wichtige Begleiter für uns geworden sind.

Uwe Flotho ist Mitglied des Vorstands der Vereinigte Wohnstätten 1889 eG in Kassel und nach eigenem Empfinden „beruflich angekommen“. Sein Weg führt ihn über verschiedene Stationen in der Immobilienwirtschaft in die genossenschaftliche Familie, wo er sich sehr wohl fühlt. „Der genossenschaftliche Gedanke ist Kern unserer Unternehmenspolitik.“ Als gelernter Forstwirt ist Uwe Flotho mit dem Nachhaltigkeits-Gedanken bestens vertraut. Und als Kaufmann weiß er, dass die in der Genossenschaft gelebte soziale Verantwortung ein wirtschaftlich erfolgreiches Wohn- und Lebensmodell sein kann.

 

 

  
Die Vereinigte Wohnstätten 1889 eG in Kassel hat für jeden Geschmack und Anspruch die richtige Wohnung. Die 1889 hat in ihrer über 125-jährigen Geschichte einen Bestand von fast 4.500 Wohnungen in den verschiedensten Größen und Lagen entwickelt und sukzessive auf modernstem Niveau alten- und behindertenfreundlich ausgebaut. Wohnen ist Gemeinschaft, gerade in der Genossenschaft. Denn hier steht der Gedanke des Für- und Miteinanders im Vordergrund.