#ImDialog: Rolf Kalleicher

Herr Kalleicher, wie kommunizieren Sie lieber: per Telefon oder per E-Mail?

Das kommt ganz darauf an: Ich telefoniere natürlich auch, aber wenn es um wichtige Informationen geht oder um Themen, die auch nachträglich noch nachvollziehbar sein sollen, dann halte ich die E-Mail für das besser geeignete Instrument. Beides steht eben nebeneinander.

Schreiben Sie denn auch WhatsApp-Nachrichten?

Ja, aber eher privat.

Wie wird denn in der Braunschweiger Baugenossenschaft miteinander kommuniziert?

Wir fördern den Austausch und das Gespräch, aber auch den Dialog auf neuen Medien sehr. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen heutzutage ja viel mehr Informationen aufnehmen als früher. Diesbezüglich wird ihnen deutlich mehr zugemutet als früheren Generationen.

Wie reagieren Sie auf diese Zumutung?

Es ist es wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen Instrumente zur Bewältigung der Informationsflut an die Hand bekommen. Darum machen wir auch Schulungen, damit sie den Umgang mit ihnen lernen. Das muss wie alles andere im Leben geübt werden.

Dann sehen Sie die Digitalisierung (auch der Kommunikation) als einen Gewinn?

Die Digitalisierung der Kommunikation ist ein Muss, aber nicht unbedingt ein Gewinn. Es geht einfach nicht mehr ohne sie.

Rolf Kalleicher, 1952 in Hamm geboren, ist Vorstandsmitglied der Braunschweiger Baugenossenschaft eG (BBG). Bevor er Anfang der 90er Jahre in Braunschweig sesshaft wurde, war er hauptsächlich in Hamm und Münster tätig. Sein Studium absolvierte er an der Fachhochschule für Wirtschaft in Münster sowie an der Newport University Branch Switzerland, wo er 1990 mit dem Master of Business Administration abschloss. Seine beruflichen Stationen führten ihn von der Treuhand und Finanzierungsgesellschaft für Wohnungs- und Bauwirtschaft
mbH (Außenstelle Hamm) über die Hammer gemeinnützige Baugesellschaft mbH und die Deutsches Heim GmbH, Gemeinnütziges Wohnungsunternehmen, Münster, 1993 nach Braunschweig zur BBG.

Die  Braunschweiger Baugenossenschaft eG ist 1887 gegründet worden und zählt damit zu einer der ältesten Baugenossenschaften in Deutschland. Sie hat seit ihrer Gründung rund 8.500 Wohnungen geschaffen und ist mit ca. 21.300 Mitgliedern eine der größten Baugenossenschaften in der Region. Die BBG ist tief mit der Stadt und in den Quartieren verwurzelt. Der Genossenschaftsgedanke lebt, weil die BBG so viel mehr ist als nur ein Vermieter: Ein besonderes Anliegen ist die Förderung eines lebendigen Miteinanders unter den Mitgliedern für eine stabile Gemeinschaft.